Die Privatisierung des öffentlichen Raumes

publiziert von Daniel V. Moser am

Das Formel-E-Rennen im Obstbergquartier der Stadt Bern war begleitet von Eingriffen privater Firmen in den öffentlichen Raum. Sie waren sowohl zeitlich (über mehrere Tage), wie räumlich (ein ganzes Quartier) wie baulich (Absperrgitter und Betonmauern) wesentlich massiver als bei anderen Sportarten. Der öffentliche Raum war während Tagen abgesperrt, der öffentliche Verkehr stark behindert. Private Sicherheitsleute in polizeiähnlichen Uniformen mit Berner Wappen kontrollierten die von der privaten Veranstaltungsfirma herausgegebenen Passierscheine für die Bewohner des Obstbergquartiers – eigentlich eine polizeiliche Aufgabe. Private Firmen füllten den öffentlichen Raum mit riesigen und teuren Werbewänden, die weit über gewöhnliche Plakate hinausgehen. Die Privatisierung des öffentlichen Raumes hat in der Stadt Bern enorme Ausmasse angenommen, wohl ganz im Sinne neoliberaler Politiker. Und das mit Hilfe einer rot-grünen Mehrheit in der Stadtregierung…

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